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CAPAZ im DAAD Jahresbericht 2018

Der Jahresbericht des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) informiert über die wichtigsten Projekte und Zahlen sowie über die verschiedenen Aktivitäten des DAAD.

In dem kürzlich veröffentlichten Jahresbericht 2018 informiert der Akademische Direktor des CAPAZ Institutes, Prof. Dr. Stefan Peters über das Profil sowie die Herausforderungen der Arbeit des Institutes, als eines der DAAD-Kooperationsprojekte im Bereich der transnationalen Bildung

Lesen Sie den Artikel “Frieden herzustellen ist schwieriger, als Krieg zu führen” (Establecer la paz es más difícil que hacer la guerra) mit dem Interview mit Prof. Dr. Stefan Peters im DAAD-Jahresbericht 2018 (auf Deutsch, S. 83).

Jahresbericht DAAD 2018 (Deutsch; PDF, 25.5 MB). Online: [https://www.daad.de/medien-und-publikationen/de/29887-jahresbericht/]

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Carta de Entendimiento entre CAPAZ y la Comisión de la Verdad (CEV) en Colombia

Foto: cortesía CEV

El Instituto Colombo-Alemán para la Paz – CAPAZ y la Comisión para el Esclarecimiento de la Verdad, la Convivencia y la No Repetición (CEV) en Colombia firmaron una carta de entendimiento, con la cual ambas instituciones buscan promover la investigación conjunta respecto del objetivo del mandato de la CEV.

CAPAZ y la CEV proyectan además realizar eventos para discutir sobre temas pertinentes para la CEV, ubicar pasantes en las líneas de investigación de la CEV y el apoyo en la documentación de casos de violaciones de derechos humanos en el marco y con ocasión del conflicto armado, a través de las universidades e institutos del consorcio CAPAZ.

El Prof. Dr. Stefan Peters, director académico del Instituto CAPAZ y Mauricio Katz, secretario ejecutivo de la CEV firmaron el documento el 14 de junio de 2019 en las nuevas instalaciones de la comisión en Bogotá. Al acto asistieron, por parte de la CEV, la comisionada Ángela Salazar, el director de investigación, Dr. Carlos Mario Perea y la asesora de la Presidencia de la Comisión, María Paula Prada.

Mauricio Katz, secretario ejecutivo de la CEV (izq.) y Stefan Peters, director académico de CAPAZ, durante la firma de la carta de entendimiento. Foto: cortesía CEV

En representación de las universidades del consorcio que conforman el Instituto CAPAZ participaron el profesor Manuel Salamanca (Pontificia Universidad Javeriana) y la profesora Laly Peralta (Universidad del Rosario). También estuvieron presentes las colaboradoras científicas del Instituto CAPAZ, Juliette Vargas y Juliana González Villamizar, y una delegación de la Embajada de Alemania en Bogotá.

La carta de entendimiento formaliza una relación que el Instituto CAPAZ y la Comisión de la Verdad han construido desde 2018, año en que se creó la CEV. En palabras del Prof. Dr. Peters, esta relación se ha materializado en eventos diplomáticos y académicos organizados por CAPAZ, en los cuales ha participado el Presidente de la CEV, Padre Francisco de Roux, algunas comisionadas y algunos comisionados.

Adicionalmente, el Instituto CAPAZ apoya el trabajo de la Comisión de la Verdad a través de la participación de la colaboradora científica de CAPAZ, Juliana González Villamizar, como investigadora en la mesa técnica de género de la CEV.

(de izq. a der.): el Director Académico de CAPAZ, el Secretario Ejecutivo de la CEV y las colaboradoras científicas de CAPAZ, Juliana González y Juliette Vargas. Foto: cortesía CEV

La formalización de la cooperación con la CEV se suma a esfuerzos anteriores por fortalecer los lazos con las instituciones del Sistema Integral de Verdad, Justicia, Reparación y No Repetición, como el acuerdo de cooperación al que llegó CAPAZ con la Jurisdicción Especial para la Paz (JEP) y el Centro de Estudios de Derecho Penal y Procesal Penal Latinoamericano (CEDPAL) de la universidad de Göttingen, cuya firma tuvo lugar en febrero de 2019 en Bogotá con presencia del Ministro de Relaciones Exteriores de Alemania, Heiko Maas, durante su visita oficial a Colombia.

Le puede interesar: CAPAZ apoyará la estrategia de investigación de la Comisión de la Verdad (tomado de la página web de la CEV)

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Studierende des ASA Programms 2019: Praktikum beim CAPAZ, JLU Gießen und UNIMINUTO

Von April bis Juni 2019 absolvieren die PraktikantInnen des ASA Programms 2019 die erste Phase ihres Praktikums im Rahmen des Projektes zum Thema Nachhaltiger Tourismus und Bildungsarbeit an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Am Lehrstuhl für Friedensforschung der Justus-Liebig-Universität Gießen haben sie  u.a. an der Organisation von CAPAZ-Veranstaltungen in Deutschland mitgewirkt. Anneke, Angie Paola, Sonja und Mario Alberto teilen im Folgenden mit uns ihre Geschichten und Erwartungen angesichts des aktuellen Praktikumsprogramms.

 

Anneke

Privat

Ich bin Anneke Siebeneck und ich werde in den nächsten sechs Monaten ein Praktikum beim Deutsch-kolumbianischen Friedensinstitut CAPAZ in Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Universität Minuto de Dios (UNIMINUTO) absolvieren. Ich studiere Mathematik und Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Politikwissenschaften im Zwei-Fach-Bachelor an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und werde diesen voraussichtlich im Jahr 2020 abschließen.

Durch einen Freiwilligendienst in Nicaragua nach dem Abitur und mein Studium wurde mein Interesse für Themen wie Internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik, Feminismus und politische Bildung geweckt und vertieft. Deswegen suche ich immer wieder nach Möglichkeiten in und neben meinem Studium, mein Wissen zu vertiefen und mich mit diesen Themen zu beschäftigen. Deswegen habe ich mich für das Praktikum bei CAPAZ beworben.

Die Themenschwerpunkte des Praktikums, die auf politischer Bildung und nachhaltiger Entwicklung im Rahmen des Friedensprozesses in Kolumbien liegen, finde ich sehr interessant, da diese Themen unabdingbar für die Entwicklung einer Zivilgesellschaft sind, die aktiv partizipiert und somit an der politischen Entscheidungsfindung teilnehmen kann. Außerdem gefällt es mir sehr gut, dass wir in einem binationalen Team aus verschiedenen Perspektiven arbeiten und somit einen direkten Austausch schaffen.

Ich hoffe, dass wir uns während des Praktikums intensiv mit der politischen Bildung und der nachhaltigen Entwicklung in beiden Ländern auseinandersetzen können und dass die Resultate der Forschung eventuell für den Friedensprozess in Kolumbien nützlich sein können. Des Weiteren hoffe ich, dass wir in der Projektphase in Deutschland die Zivilgesellschaft in Gießen und der Umgebung über die Situation in Kolumbien informieren können. Im Allgemeinen freue ich mich auf einen offenen und produktiven Austausch mit den anderen PraktikantInnen und allen weiteren Beteiligten.

Angie Paola

Ich heiße Angie Paola Barrera Cañaveral und habe eine Ausbildung im Fachbereich Tourismus absolviert und bin zudem qualifizierte Flugbegleiterin. Ich reise gerne und interessiere mich für den kulturellen Austausch durch den Tourismus. Die Rolle und Möglichkeiten der Tourismusbranche in diesem Bereich interessiert mich sehr, deshalb möchte ich mich im Bereich der Betriebswirtschaften weiterbilden.

Dank meiner guten Leistung während des Studiums habe ich ein Stipendium für das Praktikum des CAPAZ Institutes, der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Universität UNIMINUTO erhalten. Das Praktikumsprojekt gibt mir die Möglichkeit, meine Interessen praktisch anzuwenden und mich vertieft mit den Friedensaufbau, politischer Bildung, dem bewussten Tourismus und der nachhaltigen Entwicklung zu befassen.

Ich freue mich auf die Teamarbeit mit den anderen Praktikantinnen und Praktikanten und hoffe, dass ich einen positiven Beitrag im Rahmen des binationalen Praktikums leisten kann. Ich freue mich sehr, andere Kulturen und Sprachen kennenzulernen, neue Erfahrungen zu sammeln und zu beweisen, dass Grenzen nur in unseren Köpfen existieren.

Sonja

Privat

Ich bin Sonja Smolenski. Derzeit schreibe ich meine Bachelor-Arbeit im Studium der Sozialwissenschaften und Interkulturellen Beziehungen über das Thema „Die Rolle von Frauen im kolumbianischen Friedensprozess“. Während meines Auslandssemesters an der Universidad Nacional de Colombia in Medellín lag mein Forschungsschwerpunkt auf dem bewaffneten Konflikt und der Situation der Binnenflüchtlinge in Kolumbien.

Das Studium ermöglichte mir, den bewaffneten Konflikt und die politische Situation des Landes aus unterschiedlichen Perspektiven kennen zu lernen. Im Rahmen des Seminars Desplazamiento forzado (Zwangsvertreibung) arbeiteten wir in einem Stadtviertel mit alleinerziehenden Müttern, die vom Land nach Medellín geflohen sind und Schutz vor bewaffneten Gruppierungen gesucht haben. Das Viertel ist unmittelbar vor der Universidad Nacional und liegt neben einem Kanal. Die Menschen lebten dort seit fünf Jahren in selbst gebauten und improvisierten Notunterkünften. Während unserer Zusammenarbeit wurden die Familien erneut Opfer einer Zwangsvertreibung – dieses Mal durch die Stadtverwaltung. Wir dokumentierten die Zwangsvertreibung vor Ort und begleiteten einige Familien nach der Vertreibung – viele wurden obdachlos.

Nach dem Auslandssemester arbeitete ich in einem Projekt in Medellín, koordiniert durch den interdisziplinären Lehrstuhl der Escuela del Hábitat der Universidad Nacional de Colombia, in dem Stadtviertel Pinares del Oriente, in dem mehrheitlich familias desplazadas leben. Gemeinsam mit den Bewohner*innen des Viertels erstellten wir ein Solidaritätskonzept, dass die Menschen dabei unterstützen soll, ihr eigenes nachhaltiges Tourismusprojekt zu organisieren. Dabei beeindruckte mich am meisten die Zusammenarbeit mit den Frauen des Viertels, die sich gemeinsam solidarisch organisierten, um das Viertel und ihre Gesellschaft erneut mitaufzubauen. Eine Lektion die ich dabei für mich mitgenommen habe, ist: Der Frieden wird von Tag für Tag aufgebaut und fängt bei mir selbst an.

Ich freue mich sehr, am ASA-Projektpraktikum bei CAPAZ in Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität Gießen und UNIMINUTO teilzunehmen und in den kommenden Monaten mit meinen Kolleg*innen zu den Themen der nachhaltigen Entwicklung und politischen Bildung vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen des Friedensprozesses zu arbeiten. Das binationale Projekt deutsch-kolumbianischer Institutionen und Studierenden stellt für mich eine essentielle Zusammenarbeit in der Friedens- und Konfliktforschung für Kolumbiens dar.

Mario Alberto

Privat

Ich heiße Mario Alberto Lora Monsalve und habe meine Fachhochschulreife im arbeitsmedizinischen Bereich mit Schwerpunkt in Umweltwissenschaften am Instituto Nacional de Formación Técnica Profesional Humberto Velásquez García in Ciénaga, Kolumbien absolviert. In diesem Bereich studiere ich nun an der Universität UNIMINUTO in Barranquilla, Kolumbien.

Ich interessiere mich sehr für die Wissenschaft und die Forschung, sowohl die akademischen, praktischen als auch sozialen Aspekte dieser Arbeitsbereiche. Dieses Interesse dient mir als Leitlinie in meiner beruflichen und persönlichen Orientierung.

Ich hoffe, dass ich durch das Praktikum mein Wissen in den Bereichen Wirtschaft und Umwelt erweitern kann, vor allem mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Entwicklung für den Frieden. Außerdem freue ich mich darauf, in kollaborativen Lernmodellen in einer internationalen wissenschaftlichen Umgebung mitzuwirken und dadurch neue Methoden und Perspektiven kennenzulernen.

Vor allem während der Projektphase in Deutschland erhoffe ich mir, mein Wissen über die europäischen und deutsche akademischen Standards und Kultur zu vertiefen und daraufhin das neue angeeignete Wissen im kolumbianischen Friedensprozess anzuwenden. Einer meiner persönlichen Wünsche ist es, die deutsche Geschichte und Architektur besser kennenzulernen.

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CAPAZ es nuevo Centro de Excelencia en Investigación y Docencia del DAAD

El Instituto Colombo-Alemán para la Paz – CAPAZ ha sido designado por el Servicio Alemán de Intercambio Académico – DAAD como “Centro de Excelencia en Investigación y Docencia”.

El DAAD resalta de esta manera la contribución que busca realizar el Instituto CAPAZ a la implementación de la paz en Colombia, desde la cooperación académica y la investigación científica entre Colombia y Alemania. Los ámbitos de acción de CAPAZ comprenden la investigación, la docencia y también la asesoría a actores civiles, sociales y políticos, en temáticas que dan cuenta de la complejidad de la construcción de la paz en Colombia.

Diez instituciones fundadoras, entre universidades y centros de investigación conformaron el consorcio colombo-alemán de CAPAZ: Universidad Nacional de Colombia, Universidad de los Andes, Universidad Externado de Colombia, Universidad del Rosario y Pontificia Universidad Javeriana. En Alemania, los fundadores son: Justus-Liebig-Universität Gießen, Georg-August-Universität Göttingen, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Freie Universität Berlin y el Instituto Leibniz en Estudios de Paz de Frankfurt (Peace Research Institute Frankfurt – PRIF).

En 2018, el consorcio fundador extendió su red de cooperación a diez miembros asociados en ambos países: Universidad del Norte, Universidad Industrial de Santander, Universidad de Antioquia, Universidad de Caldas, Universidad de Medellín, Universidad Pontificia Bolivariana de Medellín, Universidad de Ibagué y Universidad del Cauca. En Alemania, los asociados de CAPAZ son la Universidad de Erfurt (Escuela de Política Pública Willy Brandt) y la universidad Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (Zentralinstitut für Lateinamerika-Studien – ZILAS).

La inclusión por parte del DAAD del Instituto CAPAZ al selecto grupo de Centros de Excelencia en el mundo es el reconocimiento al exitoso trabajo colaborativo entre estas instituciones, las investigadoras y los investigadores quienes trabajan en ellas, y la proyección de este trabajo a las esferas sociales, políticas, diplomáticas y de cooperación internacional. Esta designación abre también la posibilidad de intercambios, desde CAPAZ, con círculos académicos y de investigación de relevancia internacional.

Los Centros de Excelencia del DAAD

Con la calificación de Centros de Excelencia en Investigación y Docencia, el Servicio Alemán de Intercambio Académico – DAAD destaca desde 2009 las iniciativas transnacionales de cooperación académica y científica, a través de las cuales la tradición de Alemania en este campo dialoga con pares internacionales. Se reconoce así el logro de establecer redes colaborativas, pensadas a largo plazo, para la proyección de conocimientos a la sociedad.

En total son cinco los Centros de Excelencia en Investigación y Docencia del DAAD: el Instituto CAPAZ en Colombia, los demás en Chile, Rusia y Tailandia. En Colombia, además, se encuentra el Centro de Excelencia en Ciencias del Mar del DAAD, CEMarin (Corporación Centro de Excelencia en Ciencias Marinas).

Lea la nota de prensa sobre el nombramiento de CAPAZ como Centro de Excelencia en Investigación y Docencia del DAAD publicada por la universidad Justus-Liebig-Universität Gießen (Nr. 99, 22. Mai 2019, en alemán).

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CAPAZ POLICY BRIEF 2-2019: THE CONDITIONALITY REGIME AND ACCESS TO SPECIAL JURISDICTION FOR PEACE

This Policy Brief, published in May 2019, seeks to clarify some basic issues of the conditionality regime, and to pose questions that arise as a consequence of the functioning of the Special Jurisdiction for Peace (JEP) Chamber for the Definition of Legal Situations.

Policy Brief No. 2-2019, entitled “The Conditionality Regime and Access to Special Jurisdiction for Peace”, from the series of CAPAZ publications, is authored by Juliette Vargas, CAPAZ science collaborator and doctoral researcher at the Centre for Latin American Criminal Law and Criminal Procedure Studies (CEDPAL), affiliated to the University of Göttingen; and John Zuluaga, who is currently an associate professor at Universidad Sergio Arboleda (Bogotá, Colombia) and a member of CEDPAL.

Policy Brief 2-2019 (en español/Spanish).

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CAPAZ POLICY BRIEF 3-2019: THE BENEFITS CONTEMPLATED IN THE AMNESTY LAW AND THE DIFFICULTIES IN ITS APPLICATION

Cover of the CAPAZ Policy Brief 3-2019

“As the mechanism that should enable the transit of demobilized combatants to civilian life, the Amnesty Law (AL) is a fundamental axis in the implementation of the peace agreement. Part of the novelty of this mechanism is that its benefits apply to a variety of types of people and that they are conditioned. However, the success of the AL depends to a great extent on the progress made by the JEP in fulfilling its other functions, given that the granting of benefits must be articulated with the prosecution of the most serious acts committed in the context of the armed conflict, as well as with the other components of the SIVJRNR”.

This is what authors Kai Ambos and Gustavo Emilio Cote Barco commented upon in the most recent Policy Brief (No. 3-2019) entitled The benefits contemplated in the Amnesty Law and the difficulties in its application published in May 2019 by CAPAZ and the Konrad Adenauer Stitfung Foundation’s Rule of Law for Latin America Programme.

Policy Brief 3-2019 (en español/Spanish).

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Kooperationsabkommen zwischen CAPAZ, CEDPAL und JEP in Anwesenheit des Bundesaußenministers Heiko Maas

Patricia Linares, Leiterin der JEP (mitte), María del Pilar Bahamón, Executive Secretary der JEP, Bundesaußenminister Heiko Maas und Stefan Peters, Direktor des CAPAZ Instituts während der Unterzeichnung des Abkommens. Luis Enrique Sierra/CAPAZ

Bundesaußenminister Maas (l.) mit Prof. Dr. Peters (CAPAZ). Luis Enrique Sierra/CAPAZ

In Anwesenheit des Bundesaußenministers Heiko Maas wurde ein Kooperationsabkommen (Memorandum of Understanding, MoU) zwischen dem Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstitut (CAPAZ), der Forschungsstelle für lateinamerikanisches Straf- und Strafprozessrecht der Georg-August-Universität Göttingen (CEDPAL) und der Sondergerichtsbarkeit für den Frieden (Jurisdicción Especial para la Paz, JEP) in Kolumbien abgegeben und unterschrieben.

Die Unterzeichnung des Kooperationsabkommens formalisiert die Vertiefung der deutsch-kolumbianischen Wissenschaftskooperation zum Friedensprozess in Kolumbien sowie der Zusammenarbeit mit der JEP zum Ausdruck. In Zukunft sollen auf dieser Grundlage weitere gemeinsame Projekte zwischen der JEP, dem Instituto CAPAZ und dem CEDPAL geplant und umgesetzt werden.

Diskussionsveranstaltung im CAPAZ mit Bundesaußenminister Maas und den LeiterInnen der Friedensinstitute. Luis Enrique Sierra/CAPAZ

Die Unterzeichnung des Dokuments erfolgte am Dienstag, den 30. April 2019 in Anwesenheit von Bundesaußenminister Maas bei seinem Besuch im CAPAZ Institut in Bogotá. Im Rahmen seiner Lateinamerikareise traf sich Heiko Maas im CAPAZ mit den LeiterInnen der Institutionen des Integralen Systems der Wahrheit, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und Nichtwiederholung (Sistema Integral de Verdad, Justicia, Reparación y No Repetición):  die Sondergerichtsbarkeit für den Frieden (JEP), die Wahrheitskommission (CEV) sowie der Behörde für die Suche der Verschwundenen (UBPD) und informierte sich über den Stand des Friedensprozesses.

 

Lesen Sie noch:

Presseinformation: Kooperationsabkommen zum Friedensprozess unterzeichnet (Nr. 76 – 06.05.2019). Georg-August-Universität Göttingen. Recuperado de [https://bit.ly/2VOPNvk]

La JEP aumentará su presencia territorial gracias al apoyo de Alemania. Portal Oficial de la Jurisdicción Especial para la Paz – JEP. (Mayo 6 de 2019). Recuperado de [https://bit.ly/2VTuau0]

Maas sichert Kolumbien weitere Unterstützung für den Frieden zu (Maas asegura a Colombia continuar con apoyo a la paz). Portal Oficial del Ministerio Federal de Relaciones Exteriores, AA (Abril 30 de 2019). Recuperado de [https://bit.ly/2J7K7FU] (en alemán)

Heiko Maas elogia la labor de Colombia dentro del Grupo de Lima. Deutsche Welle (Abril 30 de 2019). Recuperado de [https://bit.ly/2GLTOHo]

Una propuesta de Alemania para América Latina. El Espectador (Abril 28 de 2019). Recuperado de [https://bit.ly/2UUZMuo]

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Students from Mainz University at CAPAZ

Students at HS Mainz visited CAPAZ. Photo Claudia Maya

A delegation of 21 business management students from Mainz University of Applied Sciences in Germany, together with Prof. Dr. Norbert Rohleder visited CAPAZ on March 12, 2019.

In a discussion with CAPAZ Academic Director Prof. Dr. Stefan Peters, the group of students learned about the work conducted by CAPAZ in Colombia and Germany, and discussed a number of aspects regarding the implementation of peace in Colombia.

Dr. Peters explained the legal, material and symbolic scope of the work of the institutions created following the Final Agreement: Special Jurisdiction for Peace (JEP), the Truth Commission (CEV), and the Unit for the Search of Disappeared Persons (UBPD), which together make up Colombia’s Integrated System of Truth, Justice, Reparation and Non-Repetition en Colombia.

On the work of CAPAZ, Dr. Peters talked about the work and research lines followed by the Institute, as a contribution to the implementation of peace through academic work aimed at practising dialogue with different institutions and actors.

Delegation from Mainz at CAPAZ. Photo Claudia Maya

The group of young students exchanged their impressions of their visit to Colombia, highlighting, for example, poverty, police and army presence on the streets, and social inequalities. The critical situation of Venezuelan citizens in Colombian cities was another of the aspects mentioned.

The event also served to exchange ideas on some aspects based on which business management and the peace process could work in conjunction. On the basis of academic training of the group of students, a number of topics emerged such as the social reintegration and employment opportunities for former combatants; the productive initiatives in the Territorial Training and Reincorporation Spaces​ (ETCR); the problem of the illicit economies; the possibilities for tourism in Colombia; corporate responsibility in the conflict and the transition; resource use, and sustainability.

 

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Social inequalities and peacebuilding: Topics included in Stefan Peters’ talk in Ibagué

Photo: Universidad de Ibagué

On March 14, 2019, the CAPAZ Academic Director, Prof. Dr. Stefan Peters was invited to Universidad de Ibagué to present his talk entitled “The peace process in Colombia and the challenges of social inequalities”. The audience included researchers and students from the educational community.

Based on the current context of the peace process and implementation of the Final Agreement, Dr. Peters focused on reviewing the advances made in said implementation and stable and sustainable peacebuilding from a perspective based within social inequalities.

Latin America and Colombia, in particular, are some of the most unequal regions in the world. From a theoretical approach to the concept, Dr. Peters recognised that social inequalities are presents not only in terms of social class but also in terms of intersectionality; that is, we are subject to socio-territorial, gender, and ethnic inequalities.

Without losing sight of the intersectional approach, Dr. Peters developed the social inequalities-peacebuilding relationship within the context of transitional justice. He highlighted Colombia and its Comprehensive System of Truth, Justice, Reparation and Non-repetition (SIVJRNR) as an exemplary case.

However, according to Peters, there are numerous challenges that the institutions involved in the system have to deal with; for example, in terms of access to the institutions, the construction of social relations based on their work, and the implementation of reparations.

The second topic of the talk referred to the memory related to social inequalities. Peters highlighted the high-level of production in Colombia of works and documentaries on memory. The issue worked on focused on this memory that is not necessarily active and does not always do justice to the voices of some of the victims.

The researcher therefore referred to these (Non-)Memories as “memories that exist, but whose articulations and actors are characterised by the lack or scarcity of presence in public spaces, their little visibility and their insufficient capacity to make themselves heard”.

Photo: Centro de Memoria Audiovisual para la Paz del Tolima/exploratory Study supported by CAPAZ

You may be interested in: exploratory study on audio-visual memory coordinated by researcher Carolina Patiño from Universidad de Ibagué

He reviewed some of the aspects of the implementation of peace in which there is evidence of social inequality. Based on the first issue in the Final Agreement (on comprehensive rural reform), he indicated the way in which inequalities in access to land in Colombia can, for example, delay the (effective) implementation of the agreements.

Finally, Dr. Peters talked about violence and social inequalities. Although there is a relationship between extreme social inequalities and high rates of violence, Peters emphasised that we need to be careful not to fall into the trap of believing that solving the problem of social inequality will automatically solve the problem of violence.

In his conclusions, Stefan Peters highlighted aspects of the Final Agreement that will lead to stable and lasting peace, without leaving aside the possibility of being criticized. Social inequalities hamper the successful implementation of peace, which is why they have to be reduced. They do not necessarily have to be eliminated (no society is without them), but rather it is important to emphasise existing extreme inequalities.

“Director Académico de Capaz lideró reflexión sobre las desigualdades”. Press release on the Website of Universidad de Ibagué (in Spanish)

Click here to see Prof. Dr. Stefan Peters’ talk given at Universidad de Ibagué (March 14, 2019): “The peace process in Colombia and the challenges of social inequalities” (in Spanish)

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PRAKTIKUM DES ASA-PROGRAMMS 2019 GUT GESTARTET

Foto: PraktikantInnen

Wir heißen vier Studierende aus Deutschland und Kolumbien als neue PraktikantInnen willkommen, die in den nächsten sechs Monaten gemeinsam am Projekt “Einblicke in lokale Friedensarbeit: Nachhaltigen Tourismus und Bildungsarbeit unterstützen” mitmachen werden.

Das Projekt wird von CAPAZ in Zusammenarbeit mit der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und Corporación Universitaria Minuto de Dios (UNIMINUTO) aus Kolumbien im Rahmen des ASA-Programmes Engagement Global ASA Programm durchgeführt.

Sonja SmolenskiAnneke Siebeneck, Angie Barrera Cañaveral und Mario Lora Monsalve arbeiten in den kommenden Monaten zu den Themenschwerpunkten der politischen Bildung, der nachhaltigen Entwicklung und der sozialen Ungleichheit vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen des Friedensprozesses.

Das Projektpraktikum teilt sich auf zwei Phasen in Deutschland und Kolumbien auf. An der JLU Gießen arbeitet das Team zunächst mit theoretischen Konzepten der Friedensarbeit und unterstützt die Organisation von Veranstaltungen zum Kontext des Friedensprozesses in Kolumbien.

An der JLU Gießen nehmen die PraktikantInnen an der Vorbereitung und Durchführung der Exkursion des Fachbereiches Geographie/Sozialwissenschaften unter der Leitung von Dipl. Geogr. Dorothea Hamilton und Prof. Dr. Stefan Peters (Professur für Friedensforschung) zum Thema Extraktivismus/Ressourcenungleichheit in Kolumbien teil.

Zudem werden zivilgesellschaftliche Institutionen besucht, um die Arbeit im Bereich der politischen Bildung und der nachhaltigen Entwicklung in Deutschland kennenzulernen und Kooperationen aufbauen zu können.

In der zweiten Projektphase nehmen sie am Peacebuilding-Programm der UNIMINUTO in Bogota teil. Abschließend begleitet das Team ein lokales Projekt in Pereira zum Thema nachhaltiger Tourismus, um das theoretisch erlernte Wissen praktisch anzuwenden.

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